
Ich sitze hier auf der Terrasse. Es ist 16:12 Uhr und schon fast dunkel. Dort drüben hinter den Tannen, am Horizont, sehe ich noch die Überbleibsel des Tages. Und genau in diesem Moment fängt es an zu regnen. Das hört sich so schön an.
Meine Gefühle spielen verrückt. Ich will hier bleiben, in dieser verzauberten Welt. Gleichzeitig weiß ich nicht, was ich will. Vielleicht sehe ich jetzt nur die guten Dinge, so wie am Anfang in Hamburg. Da dachte ich: Woooww ein See nur 10 Minuten von uns entfernt, überall Gewässer, so viele tolle Cafés, dies und das.
Jetzt fehlt mir dort die richtige Natur. Und Jahreszeiten. Und was wenn ich dann herkomme und merke, dass mir die Cafés fehlen. Wie ihr ja wisst, liebe ich es so sehr, in Cafés zu sitzen und zu schreiben. Und ich liebe es, verschiedene Restaurants auszuprobieren und zu entdecken, italienisch, indisch, thailändisch, vietnamesisch, japanisch, persisch, alles. Und ich liebe Kino-Abende. Ganz arg mucho. Hier nix Kino. Hier nix Restaurants und Cafés.
Ich will eine Mischung aus Hamburg und Schweden. Und das gibt es nicht ^^
Ich will zuviel. Immer zuviel. Und darum kann ich nie glücklich sein.
Aber eigentlich bin ich genau in diesem Moment glücklich. Oder zufrieden. Oder wie auch immer man das Gefühl nennt, wenn es auf der Brust nicht drückt und weh tut.
Wenn es nicht drückt und weh tut, ist man dann zufrieden? ^^ Oder erst dann, wenn man dieses warme, schöne Gefühl spürt? Was meint ihr? Welches Gefühl ist es für euch?
Zufriedenheit.
Gerade als ich das geschrieben habe, besuchte mich J auf der Terrasse und ich las ihm die letzten paar Sätze vor und fragte ihn, wie sich bei ihm Zufriedenheit anfühlt. Das brachte mich auf die Idee, dass wir beide einen Blogeintrag darüber schreiben und bestimmte Fragen dazu beantworten könnten. Ein Zufriedenheits-Interview. Das kommt also demnächst ^^ (Hier)
Übrigens. So wie ich gerade schreibe… das ist das, was ich liebe. Ohne Konzept, ohne Struktur, einfach anfangen und schauen was kommt. Und es scheint mir wie immer so unwichtig, aber egal. Ich werde immer besser im Irrelevanz-Ignorieren-und-einfach-Hochladen. Es ist schließlich mein Blögg. Und strukturierte, perfekte Blogs gibt es genug.
Da fällt mir ein. Mir hat mal einer hier einen Kommentar geschrieben, dass ihm mein Blog mehr vorkomme wie ein Selbsthilfeblog um meine Psychose zu verarbeiten, als ein Ratgeber-Blog für andere. Die genauen Worte kriege ich nicht mehr zusammen.
Erstens habe ich nie gesagt, dass das hier ein Ratgeber-Blog ist ? Dass es keiner ist, merkt man eigentlich schon nach 5 Sekunden, da ich sehr oft die Kategorie „Tagebuch einer gescheiterten Existenz“ benutze. Es ist viel mehr ein Teilen von Gedanken und Problemen und ein Weitergeben von Tipps und Erkenntnissen. Zweitens, wenn ich einen Blog führen wollen würde, um meine „Psychose“ zu verarbeiten, was würde das ihn angehen? Und drittens, hat dieser Mensch wohl KEINE Ahnung, was eine Psychose überhaupt ist.
Menschen. ? Anderen irgendwelche Begriffe an den Kopf werfen, ohne nachzudenken. Möchtegern-Analytiker, die so tun als hätten sie den Nobelpreis für Psychotherapie und Psychiatrie gewonnen. Was bildet man sich eigentlich ein?!
Oh mann. Wenn ihr wüsstet, mit welchen seltsamen Kommentaren man sich so herumschlagen muss. Aber ich habe das Gefühl, ich kann immer besser damit umgehen. Viele stören mich schon gaaar nicht mehr, YouTube-Kommentare wie „deine Stimme macht mich aggressiv“ oder „lösch dich“ oder „irgendwie wirkst du total dümmlich auf mich“. Bei den meisten kann ich nur die Augen rollen und wenn mich etwas trifft, weiß ich, dass ich wieder etwas habe, an dem ich arbeiten muss. Etwas, das ich an mir noch nicht akzeptiert habe oder mir unsicher über mich selbst bin. War dieser Satz grammatikalisch richtig? I don’t know. Habt einen schönen Abend :-*
love // Cat
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Ich lese deine Einträge sehr gerne! 🙂
Vielen Dank <3 <3
Du bist ein toller Mensch Ingrid, ich bin eine stille Leserin von dir.
Wer solche Kommentare schreibt ist nur neidisch.
… und bekloppt 😀
Vielen Dank liebe Marie ❤️❤️
Die doofen Trolle sind einfach überall meine Liebe , lass dich bloß davon nicht runter ziehen 🙂 ich finde deinen schreibstil total toll! Ich schreibe gern Tagebuch und hey, wenn jemand keine Ahnung hat Texte zu verfassen , dann wohl ich 😀 ich könnte niemals so gut meine Gedanken in Worte fassen, wie du das machst. Und mich inspirierst du damit und wenn du von deinen Problemen schreibst, finde ich mich so oft selbst darin wieder…